Zusammenhänge verstehen statt nur Symptome behandeln

Nicht jede Bewegungseinschränkung entsteht dort, wo sie sichtbar wird.

Organe, Faszien, Nervensystem und Bewegungsapparat stehen in enger Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig. Genau deshalb betrachten wir den Körper nicht isoliert, sondern als zusammenhängendes System.

In der viszeralen Osteopathie geht es darum, Spannungen, Bewegungseinschränkungen und funktionelle Zusammenhänge im Bereich der inneren Organe wahrzunehmen und zu verstehen — und ihre Auswirkungen auf den gesamten Körper zu erkennen.

Denn innere Spannungen können sich unter anderem in Haltung, Bewegung, Verhalten oder im allgemeinen Wohlbefinden zeigen.

Was du in der Fortbildung lernst

In dieser Fortbildung erhältst du einen praxisnahen Einblick in die viszerale Osteopathie beim Hund und lernst, den Körper noch differenzierter wahrzunehmen.

Du beschäftigst dich unter anderem mit:

  • den anatomischen und funktionellen Zusammenhängen der Organe
  • der Verbindung zwischen Organen, Faszien und Bewegungsapparat
  • Spannungsmustern und Bewegungseinschränkungen
  • palpatorischer Wahrnehmung und feinem Arbeiten mit den Händen
  • sanften viszeralen Techniken
  • funktionellem und ganzheitlichem Denken

Zusätzlich gehen wir auch auf die Organsprache ein.

Denn körperliche Prozesse stehen oft nicht nur mit dem Organ selbst in Verbindung, sondern auch mit emotionalen Belastungen, Stress, innerer Spannung oder bestimmten Verhaltensmustern.

Dabei arbeiten wir nicht mit starren Schubladen oder pauschalen Bedeutungen, sondern vermitteln ein tieferes Verständnis für mögliche Zusammenhänge zwischen Körper, Emotion und Ausdruck.

Anwendungsmöglichkeiten:

Viszerale Osteopathie kann sinnvoll sein, wenn körperliche Beschwerden nicht nur lokal betrachtet werden sollen, sondern im Zusammenhang mit Organen, Faszien, Bewegungsapparat und Nervensystem.

Mögliche Anwendungsbereiche sind:

  • Verdauungsbeschwerden und funktionelle Störungen im Bauchraum
  • Spannungen im Bereich von Magen, Darm, Leber, Milz oder Blase
  • Bewegungseinschränkungen, deren Ursache nicht eindeutig im Bewegungsapparat liegt
  • wiederkehrende Rückenprobleme oder Verspannungen
  • Schonhaltungen und veränderte Bewegungsmuster
  • Unterstützung nach Operationen, Narbenbildung oder Kastration
  • begleitend bei chronischen Beschwerden
  • Unruhe, Stressanzeichen oder verändertes Verhalten mit körperlicher Beteiligung
  • Unterstützung älterer Hunde
  • präventiv, um Spannungen frühzeitig wahrzunehmen und auszugleichen

Wichtig ist: In der viszeralen Osteopathie geht es nicht darum, einzelne Symptome „wegzubehandeln“. Der Hund wird als verbundenes System betrachtet. Genau dieser Blick macht die Behandlung so wertvoll – und anspruchsvoll.

Sie ersetzt keine tierärztliche Diagnostik, kann aber eine sinnvolle Ergänzung sein, wenn funktionelle Zusammenhänge verstanden und sanft begleitet werden sollen.

Ausbildungstermine

28.09- 02.10. 2026

09:00-16:30 Uhr

Voraussetzungen

erfolgreich abgeschlossene Ausbildung Hundephysiotherapie & -osteopathie

gutes Auffassungsvermögen

Engagement und Zielstrebigkeit

Deine Investition

1100,00€

Umsatzsteuerbefreiung nach § 4 Nr. 21 Buchstabe a Doppelbuchst. bb UstG

inkl. Skript, kleine Snacks & Getränke, 1. Prüfung und Zertifikat

Deine Dozenten

Dozententeam

bestehend aus Hundeosteopathen, Hundechiropraktikern und Tierheilpraktikerin

Veranstaltungsort

Die Akademie für ganzheitliche Tiertherapie GbR, Fabrikstr. 21, 09366 Stollberg