Trauma verstehen – Traumasensibles Arbeiten in der tiergestützten Intervention
Traumatische Erfahrungen beeinflussen Wahrnehmung, Verhalten und Beziehungsgestaltung eines Menschen – oft weit über das eigentliche Ereignis hinaus. Für Fachkräfte der tiergestützten Intervention ist ein grundlegendes Verständnis von Trauma unverzichtbar, um Klienten sicher und verantwortungsvoll begleiten zu können. Dieses Seminar vermittelt kompakt, praxisnah und fachlich fundiert die zentralen Grundlagen zum Thema Trauma und zeigt auf, wie Tiere als Co-Therapeutinnen sinnvoll einbezogen werden können.
Was erwartet dich in diesem Seminar?
• Historische Entwicklung des Traumabegriffs
Ein einleitender Überblick darüber, wie sich der Begriff des Traumas und der Umgang damit im Laufe der Zeit verändert haben.
• Definitionen und Einteilungen
Verständliche Einführung in zentrale Traumabegriffe, Klassifikationen und Abgrenzungen, wie z. B. akute Belastungsreaktion, PTBS und Traumafolgestörungen.
• Symptome und Reaktionen
Vorstellung der Symptomatik der akuten Belastungsstörung nach ICD-10 sowie der unterschiedlichen Erscheinungsformen von Traumafolgestörungen.
• Trauma bei Kindern
Da viele tiergestützte Angebote mit Kindern arbeiten, gehen wir besonders auf kindliche Verarbeitungsmuster und typische Symptome einer PTBS im Kindesalter ein.
• Trauma anschaulich erklärt
Eine leicht verständliche, bildhafte Erklärung des Traumabegriffs, die besonders hilfreich für die eigene Haltung und klientenzentrierte Kommunikation ist.
• Transgenerationales Trauma
Wie wirken unverarbeitete Erlebnisse über Generationen hinweg – und wie zeigt sich dies eventuell in tiergestützten Settings?
• Therapie, Traumaheilung und Ressourcenarbeit
Ein Überblick über therapeutische Ansätze, Heilungsprozesse und grundlegende Prinzipien traumasensibler Begleitung. Dabei liegt der Fokus auf der Frage: Was bedeutet das konkret für die tiergestützte Arbeit?
• Traumasensibler Umgang mit Klienten im Tierkontakt
Wie können Sicherheit, Orientierung und Stabilität gewährleistet werden?
Welche Rolle spielen Tiere als regulierende, unterstützende Partner?
Was braucht es, damit tiergestützte Intervention bei traumatisierten Menschen nicht überfordert, sondern stärkt?
Das Seminar unterstützt dich als Fachkräfte für tiergestützten Intervention, traumatische Reaktionen zu erkennen, angemessen einzuordnen und Klienten achtsam, sicher und professionell zu begleiten. Ihr erhaltet praxisnahe Impulse, die ihr unmittelbar in euren tiergestützten Alltag integrieren könnt – für mehr Sicherheit im Setting und eine verantwortungsvolle Begleitung der Menschen, die euch anvertraut werden.
Termin
3 intensive Tage!
17.-19. April 2026
jeweils von 09:00-16:30 Uhr
Deine Voraussetzungen
ausgebildete Fachkraft für tiergestützte Intervention
pädagogischer oder therapeutischer Grundberuf
Deine Dozentin
Juliane Bochmann
Ergotherapeutin, Haltetherapeutin und Reittherapeutin
Deine Investition
447,00€
Umsatzsteuerbefreiung nach § 4 Nr. 21 Buchstabe a Doppelbuchst. bb UstG
inkl. Skript, Praxis, kleine Snacks & Getränke und Teilnahmebescheinigung
Dein Veranstaltungsort
Die Akademie für ganzheitliche Tiertherapie GbR, Fabrikstr. 21, 09366 Stollberg